
Sehr geehrte Leserinnen und Leser
Der diesjährige Jahresbericht ermöglicht Ihnen erneut einen Einblick in die vielgestaltigen und breiten Aufgaben des Amtes für Bevölkerungsschutz, Sport und Militär (BSM). Die Auswahl der Themen orientiert sich dabei nicht an unseren gesetzlichen Aufgaben, nicht an unseren mit dem Sicherheitsdirektor vereinbarten Jahreszielen und auch nicht an den durch die Amtsleitung definierten Schlüsselprojekten des Amtes. Vielmehr stellt jede Abteilung des BSM – und die Geschäftsstelle in La Neuveville sowie die Geschäftsstelle des Care Teams Kanton Bern – einen Aspekt ihrer Tätigkeit vor, der das Jahr 2025 besonders geprägt hat oder besonders hervorgehoben werden soll.
UEFA Women’s Euro 2025
Selbstverständlich nicht nur für das BSM ein Highlight des Jahres 2025 bildete die Durchführung der UEFA Women’s Euro 2025 in der Schweiz. Für das Kompetenzzentrum Sport des BSM war damit auch der politische Auftrag verbunden, den Schwung des Grossanlasses für die Förderung des Frauen- und Mädchenfussballs zu nutzen. Der Grosse Rat hat dazu in der Sommersession 2024 einen Objektkredit von knapp 1,2 Mio. Fr. bewilligt, um sogenannte «Legacy-Massnahmen» zu unterstützen. Was daraus entstanden ist, lesen Sie im Beitrag aus dem KS.
Notfallplanungen für gefährdete Gemeinden
2025 wurde im Bereich des Bevölkerungsschutzes ein wichtiger Meilenstein erreicht. Nach zehn Jahren konnte die Erarbeitung von praktisch umsetzbaren Notfallplanungen zum Umgang mit Hochwassern sowie Sturz- und Rutschereignissen in den besonders betroffenen Gemeinden abgeschlossen werden. 2015 hatte der Regierungsrat auf der Basis des Projektes WARN und der Auswertungen der Hochwasser 2005 und 2007 diesen Auftrag erteilt und die dazu notwendigen Mittel gesprochen. Der Kanton Bern verfügt damit über ein weiteres, risikogerechtes Instrument zur Bewältigung von Naturereignissen. Angesichts der tendenziell häufigeren und schwereren Ereignisse werden die Notfallplanungen in den kommenden Jahren eine eher noch grössere Bedeutung erlangen und bei Bedarf aktualisiert und angepasst. Details finden Sie im Bericht der AB.
Zeitgemässe und effiziente Zivilschutzausbildung
Im Zivilschutz hingegen steht ein grosser Meilenstein an. 2030 wird die Verantwortung für die Zivilschutzausbildung von den Gemeinden zum Kanton wechseln, dies als Folge des am 1. Januar 2026 in Kraft getretenen neuen Kantonalen Zivilschutzgesetzes (KZSG). Das 2025 gestartete Projekt «Kantonalisierung Ausbildung Zivilschutz» wird die Ausbildung ab 2030 vorbereiten. Dabei werden konzeptionelle und inhaltliche Fragen zur zukünftigen Ausbildung bearbeitet, der Aufbau des notwendigen kantonalen Zivilschutz-Instruktorenkorps geplant und auch infrastrukturelle und technische Fragen geklärt. Ab dem 1. Januar 2030 wird der Kanton den Angehörigen des Zivilschutzes eine zeitgemässe, effiziente und konsequent auf die künftigen Einsatzszenarien ausgerichtete Ausbildung anbieten können. Mehr dazu im Bericht der AZ.
Rekrutierung neuer Care Team-Angehörigen
Ein wichtiger Bestandteil des Zivilschutzes bildet das Care Team Kanton Bern, wenn auch mit einem ganz speziellen Auftrag. Das Care Team Kanton Bern leistet bei Ereignissen schnelle und unkomplizierte psychologische und seelsorgerische Notfallbetreuung und wird durch die Polizei, die Rettungsdienste oder die Feuerwehren aufgeboten. Die Mitglieder des Care Teams absolvieren eine zweijährige Ausbildung und leisten ihren Einsatz danach als «freiwillige Schutzdienstpflichtige.» Wie die Rekrutierung der Care Team-Angehörigen abläuft und wie ihre Eignung für die anspruchsvollen Einsätze abgeklärt wird, beschreibt der Bericht der Geschäftsstelle Care Team Kanton Bern.
Neue Mobilitätsstrategie für das Amt
Das Care Team, die Abteilung Zivilschutz, aber auch alle anderen Bereiche des Amtes sind für ihre Aufgabenerfüllung auf Mobilität angewiesen. Dabei gibt es Mobilitätsbedürfnisse im normalen Verwaltungsalltag, Teile des BSM müssen jedoch auch im Fall von Katastrophen und Notlagen im ganzen Kanton oder allenfalls der ganzen Schweiz Aufträge erfüllen können. Die Mobilitätsstrategie des BSM muss deshalb eine Balance finden zwischen Wirtschaftlichkeit, ökologischer Verantwortung und Einsatztauglichkeit. Wie das gelingt, beschreibt der Beitrag aus der Abteilung Militär, Infrastruktur und Logistik.
Zweisprachige Sportscamps für Kinder und Jugendliche
Ein wichtiges Element nicht nur für das BSM, sondern für den Kanton Bern insgesamt ist die Zweisprachigkeit. Zweisprachigkeit soll dabei nicht ein abstrakt definiertes Ziel bleiben, sondern muss im Alltag gelebt werden. Einen besonderen Beitrag dazu leisten die BE’ling Sports Camps, welche vom BSM angeboten werden. Sie bieten Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 10 und 15 Jahren jeweils eine Woche Sport und Spass in einem zweisprachigen Umfeld. Mehr dazu finden Sie im Beitrag der Geschäftsstelle Berner Jura des BSM.
Transparenz schaffen für Bevölkerung
Zu guter Letzt: Ein Amt wie das BSM hat einen gesetzlichen Auftrag und wird durch Steuergelder finanziert. Werbung in eigener Sache zu betreiben ist nicht Teil dieses Auftrages. Trotzdem ist es wichtig, auch als Amt über die eigene Tätigkeit transparent zu informieren und die im politischen Auftrag verfolgten Ziele der Bevölkerung zu präsentieren. Welche Aktivitäten das BSM dazu 2025 unternommen hat, erläutert der Beitrag aus dem Stab.
Zusätzlich zu den Berichten aus den Abteilungen des BSM gibt der Jahresbericht auch mit Bildern und Statistiken einen Einblick in das vergangene Jahr.
Wir hoffen, Ihnen damit Aspekte unserer vielseitigen Aufgaben etwas näher zu bringen. Die Themen des BSM und die Zielsetzung – zusammengefasst «mehr Sicherheit und Bewegung im Kanton Bern» – sind gerade in der heutigen Zeit mit ihren zahlreichen Herausforderungen wichtiger denn je. Wir wünschen Ihnen gute Lektüre und freuen uns auf Rückmeldungen, Ermunterungen oder auch kritische Fragen an die Adresse info.bsm@be.ch