Das Team des Kompetenzzentrums Sport griff im Jahr 2025 Themen rund um Frauen im Sport auf und stellte sie in den Fokus. Jeden Monat präsentierte eine Person aus dem Team ein Thema, das ihr oder ihm am Herzen lag. Die Kampagne hiess «EmpowHER – Fokus Frau im Sport».
Frauen werden in wissenschaftlichen Studien und in der Datenerhebung oft nicht genügend berücksichtigt. Dieser sogenannte «Gender Data Gap» führt zu Benachteiligungen in der Gesundheitsversorgung und kann auch im Sport und für das Training schwerwiegende Folgen haben.
Weitere Informationen:
Die Vereinbarkeit von Spitzensport und Familienleben ist eine grosse Herausforderung für viele Athletinnen. Eine gute zeitliche Planung, aber auch die Rolle des Partners ist sehr entscheidend um allen Bereichen – Training, Freizeit und Familienleben – gerecht zu werden.
Weitere Informationen:
- Podcast Vereinbarkeit von Spitzensport und Familie? Aber sicher!
- Tennis: à la rencontre de Belinda Bencic (SUI) qui réussit son retour à la compétition 6 mois après la naissance de sa fille (auf Französisch)
- Pour les sportives, la maternité demande du courage (auf Französisch)
- Bencic: «Des millions de mamans s’en sortent, même avec plusieurs enfants» (auf Französisch)
- Selina Gasparin: Spitzensport als Mutter «Es ist möglich, aber es ist schwer»
Viele Mädchen und Frauen treiben gerne Sport, fühlen sich aber durch gesellschaftliche Stereotype und fehlende passende Angebote oft ausgeschlossen – besonders in Vereinen. Damit sie sich im Sport wohlfühlen und ihr Potenzial entfalten können, braucht es mehr Angebote nur für sie, weibliche Vorbilder und ein Coaching, das ihre Bedürfnisse ernst nimmt.
Weitere Informationen:
- Digitaler Lernbaustein (Jugend+Sport): Förderung von Mädchen und jungen Frauen
- Digitaler Lernbaustein (Jugend+Sport): Körper der Frau im Sport
- Digitaler Lernbaustein (Jugend+Sport): Frauenspezifische Themen ansprechen
- EHSM: Förderung von Mädchen und Frauen
- EHSM: Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport: Aktueller Stand und Handlungsbedarf
- EHSM: Förderung von Mädchen und jungen Frauen im Sport: Handlungsempfehlungen, Umsetzungsbeispiele
- mobilesport.ch: Monatsthema 08/2016: Mädchenförderung im Sport
- mobilesport.ch: Mädchenförderung im Sport: Mädchen mit Migrationshintergrund integrieren
- mobilesport.ch: Sportpsychologie - Sportcoaching - Empowerment: Athleten/innen verstehen, optimal fördern und erfolgreich coachen
- mobilesport.ch: Leadership: Mehr TrainerINNEN braucht das Land
- Swiss Olympic: Frauen und Spitzensport
Female Coaching berücksichtigt gezielt die körperlichen, mentalen und hormonellen Bedürfnisse von Frauen im Training – unabhängig vom Leistungsniveau. Durch Unterschiede in Anatomie, Mindset und hormonellen Zyklen sowie gesellschaftliche Barrieren braucht es spezifische Ansätze, um Frauen optimal zu fördern. Neben Trainingsanpassungen spielt auch Mental Coaching eine zentrale Rolle. Ziel ist es, Frauen langfristig ein gesundes und leistungsorientiertes Sporttreiben zu ermöglichen – Female Coaching sollte dafür zur Selbstverständlichkeit werden.
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Zyklusorientierte Ernährung berücksichtigt die hormonellen Schwankungen im weiblichen Zyklus und hilft Sportlerinnen dabei, ihre Leistung gezielt zu steuern und den Körper optimal zu unterstützen. Je nach Zyklusphase verändern sich Energiebedarf, Stimmung und Regenerationsfähigkeit. Darauf abgestimmte Lebensmittel können Beschwerden wie PMS lindern und die Trainingsqualität verbessern. Dieses Konzept fördert nicht nur körperliche Stärke, sondern auch ein besseres Bewusstsein für die eigenen Bedürfnisse.
Weitere Informationen:
Im sportlichen Umfeld weisen Frauen höhere Angstniveaus auf und sind anfälliger für bestimmte psychische Störungen als Männer. Eine Untervertretung von Frauen, der sogenannte «Gender Data Gap», wird auch in wissenschaftlichen Studien festgestellt. Um Athletinnen wirksam zu begleiten, ist es entscheidend, individuelle Programme zu entwickeln, die diese geschlechtsspezifischen Unterschiede berücksichtigen, um ihre Leistungen zu optimieren und dabei ihre geistige Gesundheit zu erhalten.
Weitere Informationen:
- Swiss Olympic - Podcast
- How athlete burnout led me to psychology | Ariella Kaeslin | TEDxZurich Women (Youtube)
- Mentale Gesundheit im Leistungssport
- Abrahamsen, F. E., Roberts, G. C. et Pensgaard, A. M. (2008). Achievement goals and gender effects on multidimensional anxiety in national elite sport. Psychology of Sport and Exercise, 9(4), 449-464. https://doi.org/10.1016/j.psychsport.2007.06.005
- Cosma, G., Chiracu, A., Stepan, R., Cosma, A., Nanu, C., & Pǎunescu, C. (2020). Impact of coping strategies on sport performance. Journal of Physical Education and Sport, 20(3), 1380-1385. https://doi.org/10.7752/jpes.2020.03190
- Röthlin, P., Horvath, S., Ackeret, N., Peter, C. et Birrer, D. (2023). The Mental Health of Swiss Elite Athletes. Swiss Psychology Open, 3(1), 2. https://doi.org/10.5334/spo.49
- Schaal, K., Tafflet, M., Nassif, H., Thibault, V., Pichard, C., Alcotte, M., ... & Toussaint, J. F. (2011). Psychological balance in high level athletes: gender-based differences and sport-specific patterns. PloS one, 6(5), e19007. https://doi.org/10.1371/journal.pone.0019007
- Walton, C. C., Gwyther, K., Gao, C. X., Purcell, R., & Rice, S. M. (2024). Evidence of gender imbalance across samples in sport and exercise psychology. International Review of Sport and Exercise Psychology, 17(2), 1337-1355. https://doi.org/10.1080/1750984X.2022.2150981
Ein Vater macht sich Gedanken über die beginnende Pubertät seiner Tochter und deren Auswirkungen auf ihren Sportalltag. Viele Mädchen hören in diesem Alter mit dem Sport auf, etwa wegen Scham, Leistungsdruck oder Unsicherheiten im Körperbild. Dabei kann Sport gerade in dieser Phase das Selbstvertrauen und die psychische Gesundheit stärken. Wichtig ist ein unterstützendes Umfeld, das Mädchen empathisch begleitet und ihre Freude an der Bewegung fördert.
Weitere Informationen:
- Women in Sport: Neuausrichtung des Sports für Mädchen im Teenageralter: Bekämpfung des Rückzugs von Teenagern - Frauen im Sport
- Schweizerisches Bundesamt für Sport BASPO: Das BASPO verstärkt die Frauenförderung
Zyklusorientiertes Training stärkt Gesundheit, Wohlbefinden und Leistung von Athletinnen, ohne den Teamrhythmus zu stören. Statt den Trainingsinhalt zu ändern, wird das Umfeld – etwa Aktivierung, Ernährung und Regeneration – an die jeweilige Zyklusphase angepasst. Ziel ist mehr Körperverständnis und gemeinsame Stärke durch individuelle Unterstützung.
Quellen:
- Frau und Spitzensport, Swiss Olympic
- Swiss Olympic Podcast «smartHER – the women’s sportcast»: 21 Wie funktioniert zyklusorientiertes Training im Mannschaftssport?
- Übersichtsgrafik «Zyklusorientiertes Training – Good Practice SFV-ASF» (PDF)
Der Frauensport war und ist teilweise noch heute von gesellschaftlichen Normen, politischen Ideologien und Mythen geprägt. Nach Einschränkungen und Rückschlägen gewann er ab den 68ern durch die Emanzipationsbewegung an Freiheit und Anerkennung. Er wurde schrittweise professionalisiert – und an den Olympischen Spielen 2024 starteten erstmals gleich viele Frauen wie Männer
Quellen:
Trans Menschen stossen im Sport oft auf Hürden wie fehlende Akzeptanz oder ungeeignete Infrastruktur und weichen deshalb häufiger auf Einzelsportarten aus. Swiss Olympic empfiehlt im Breitensport eine pragmatische Haltung und die Teilnahme von Transfrauen zu ermöglichen. Positive Beispiele wie geschlechtsneutrale Kabinen oder offene Strukturen in der Pfadi zeigen, dass inklusiver Sport möglich ist.
Quellen:
- Transmenschen im Sport – Hindernisse und Bedürfnisse (PDF)
- Informationen zur Zulassung von Transathlet*innen in sportbezogenen Geschlechterkategorien (PDF)
- Bedeutung Trans Geschlechtsidentität
- «Trump will trans Menschen vom Frauensport ausschliessen» 06.02.25 SRF
- «Transgender-Athleten bedrohen Frauensport» Sebastian Coe 01.03.2025
- «Trans Frauen im Sport – unfairer Vorteil?» RND 24.02.2022
Sport spielt bei der Integration von Frauen mit Migrationshintergrund eine Schlüsselrolle, aber sie sind oft mit Hürden wie Geschlechtermischung, Kosten, Kinderbetreuung oder kulturellem Druck konfrontiert. Projekte wie die des Interkulturellen Frauentreffs Karibu oder der Projektförderung des Kantons Luzern bieten einen Raum für Integration, Wohlbefinden und Sozialisierung.
Weitere Informationen:
- Kulturelle Vielfalt im Sport, Jugend+Sport
- Gesundheitsförderung-Bewegung, Karibu Interkultureller Frauentreff
- Projektförderung - Kanton Luzern, Integration Kanton Luzern
- Diversi’Team | HEKS (Kanton Waadt)
- Zum Potential der Integration von Migrantinnen in den Sport, Sportwissenschaftliche Gesellschaft der Schweiz
- Schweizerischer Fussballverband - Zentrale Befunde der Studie zur sozialen Integration im Fussballverein
Seit 1998 unterstützt die Schweizer Armee Spitzensportler bei der Vereinbarkeit von Dienstpflicht und Sportkarriere, und seit 2004 können auch Spitzensportlerinnen davon profitieren. Mittlerweilen liegt der Frauenanteil bei rund einem Drittel. Besonders in Ausdauer- und technischen Disziplinen sind sie stark vertreten, während sie in Teamsportarten wie Fussball noch unterrepräsentiert sind.
Weitere Informationen:
- Bundesrat: Medienmitteilung, «25 Jahre Spitzensportförderung der Armee» (2023)
- Bundesrat: Medienmitteilung, «Start der Spitzensport-RS 1/2022» (2022)
- Bundesrat: Medienmitteilung, «Start der Spitzensport-RS 1/2025» (2025)
- Bundesrat: Medienmitteilung, «Mission accomplished – Spitzensport-RS 2/2024» (2025)
- SECO: Medienmitteilung, Ausbau Spitzensportförderung (2019)
- SRF: «Spitzensport-RS für Frauen» (2020)
- NZZ: «Grüne fordern: Keine Sportler mehr in Armeeuniform» (2022)
- Schweizer Armee / VTG: Kompetenzzentrum Sport – diverse Beiträge (2022–2025)
- Squash.ch: Mitteilung zur Besetzung von Zeitmilitär-Stellen (2022)
Mütter prägen junge Sportlerinnen und Sportler entscheidend – sie organisieren, unterstützen emotional und sind wichtige Vorbilder. Ihr Einfluss wirkt sich positiv auf Motivation, Gesundheit und persönliche Entwicklung ihrer Kinder aus. Er birgt aber auch Herausforderungen für ihre eigene Zeit- und Energiebalance. Am meisten profitieren Kinder und Jugendliche, wenn Mütter fördern, ohne Druck auszuüben.
Quellen:
- Eigene Erfahrungen
- Swiss Olympic
Frauen sind im Trainerwesen, insbesondere im Leistungs- und Spitzensport, stark untervertreten – obwohl das Potenzial vorhanden ist. Gründe dafür sind hohe Belastungen, unflexible Arbeitsbedingungen und fehlende Vorbilder. Mehr Diversität würde Teams und Athlet:innen bereichern. Um den Anteil zu erhöhen, braucht es gezielte Förderung, Mentor:innenprogramme und familienfreundliche Strukturen.
Quellen:
- Eigene Erfahrungen
- Swiss Olympic
In den Berner Sportvereinen liegt der Frauenanteil im Ehrenamt bei rund einem Drittel, besonders in der Administration und bei den Nachwuchs Assistenzleitenden. Damit bleibt das Engagement von Frauen deutlich hinter ihrem gesellschaftlichen Anteil zurück. Der Sport braucht mehr Funktionärinnen, um Vielfalt, neue Ideen und ausgewogene Entscheidungen zu fördern, unterstützt durch flexiblere Strukturen, gezielte Förderung und mehr Sichtbarkeit.
Weitere Informationen:
Brustkrebs ist die häufigste Krebsart bei Frauen und betrifft die meisten Frauen ab 50 Jahren. Regelmässige und angepasste körperliche Aktivität hilft, die Symptome zu verringern, die Lebensqualität zu verbessern und das Risiko eines Rückfalls zu verringern. Die Patientinnen erhalten eine persönliche Beratung und Rehabilitationsprogramme, um nach der Behandlung eine gute physische und psychische Gesundheit zu erhalten.
Quellen:
- Spital Wallis, Blogbeitrag: Gesundheitsfördernde körperliche Aktivität nach einem Brustkrebs
- Krebsliga: Bewegung tut gut: Übungen für Frauen mit Brustkrebs
- Sport hilft gegen Krebs - Audio & Podcasts - SRF
- Podcast medicoreha: S1 F05 Brustkrebs und Sport?! Ja - Nein - Vielleicht? - Teil 1